Günstig vs. teuer – wir verraten, welcher Nagellack es wirklich überzeugt

Wo Luxus draufsteht, muss auch Luxus drin sein, oder? Das dachten wir bislang auch bei Nagellacken, immerhin würde man von großen Designernamen à la Chanel, Dior oder Tom Ford auch mehr Glanz Deckkraft oder Haltbarkeit erwarten. Dass dem nicht immer so ist und ein berühmter Name alleine trügen kann, beweist eine Testserie des Verbraucherportals Vergleich.org, das zehn verschiedene günstige sowie teure Nagellacke auf Herz und Haltbarkeit prüfte. Die spannenden Ergebnis? Haben wir exklusiv vorliegen…

Günstig vs. teuer: So schnitten die Nagellacke wirklich ab

Das Ergebnis der deutschen Nagellack-Studie zeigt deutlich: Preis und Markenname sind nicht ausschlaggebend für ein wirklich gutes, hochwertiges Produkt. Chanel, Tom Ford und Dior schnitten im Vergleich zu günstigeren Lacken aus der Drogerie nämlich leider total schlecht ab. Während der Nail Lacquer Polish von Tom Ford mit einem stolzen Preis von ca. 145 Euro pro Fläschchen oder Le Vernis von Chanel mit einem Preis von ca. 25 Euro auf den letzten Plätzen landeten, konnte der nur 2,50 Euro teure Last & Shine Nagellack von Manhattan den zweiten Platz ergattern. Haptik, Preis, Deckkraft und das problemlose Auftragen des Budget-Lacks konnten hier besonders überzeugen. Auf den ersten Platz des Preis-Leistungs-Rankings hat es aber die Klassiker-Marke Essie geschafft. Die US-Brand schneidet mit mittelpreisigen Lacken (ca. 8 Euro pro Flasche) mit dem besten Wert von 2,1 ab. OPI, Butter London und Sally Hansen teilen sich das Mittelfeld, lohnen sich im Bezug auf Qualität und Preis aber deutlich mehr, als vermeintliche Luxus-Artikel.

Giftstoffe sind ein großes Thema

Eine eins konnte keines der zehn getesteten Produkte erreichen, aufgrund der giftigen Substanzen, die sich in beinahe allen Formeln verstecken. „Alle von uns getesteten herkömmlichen Lacke sind massiv mit Schadstoffen belastet. Der Grund: Vor allem eine angemessene Haltbarkeit lässt sich ohne diese leider bisher nicht herstellen”, erklärt Constanze Behrendt, die Leiterin des Nagellack-Tests. Einige Ausnahme bildet hier das Naturkosmetik-Label Logana, das auf Stoffe wie Weichmacher, Mineralöl und Co. verzichtet. Dafür muss man laut dem Verbraucherportal rund 15 Minuten Trockenzeit sowie schnelle Abblättern des Lacks in hinnehmen.

Nagellack-Test: unser Fazit

Wer nach einem wirklich schönen, hochwertigen und lang anhaltenden Nagellack sucht, muss dafür nicht tief in die Geldbörse greifen. Ein Drogeriebesuch reicht völlig aus, um ein gutes Produkt zu bekommen. Super negativ sind jedoch die Giftstoffe, die man beim Tragen von Nagellack fast immer in Kauf nehmen muss. Bleibt nur zu hoffen, dass die Branche bald umdenkt und eine Brücke aus ungiftigen Formeln und Qualität schaffen kann.