Das passiert, wenn du eine Woche ohne Technikgadgets lebst

Vermutlich kann dich nicht daran erinnern. Medien sind in unserem Leben omnipräsent. Und dieser Teufelskreis aus unzähligen Informationen und ständiger Reizüberflutung überfordert uns, sagen Wissenschaftler. Wir haben deshalb das Experiment gewagt und waren eine Woche offline. Und das haben wir daraus gelernt:

Endlich wieder klar im Kopf

Nicht an deine Mails ranzukommen, ist etwas ganz anderes, als sich einfach nur zu zwingen, sie später zu lesen. Man muss sich zwangsläufig ablenken und mit etwas ganz anderem beschäftigen. Anfangs bedeutet das ziemliche Entzugserscheinungen wie Panik und Nervosität. Nach und nach konnte ich aber total runter kommen und begann, mich auf andere Dinge zu konzentrieren. Ich war nicht mehr so abgelenkt, hatte mehr Zeit für Sport, Freunde und Bücher. Ich habe in dieser Woche drei (!) Romane durchgelesen.

Endlich andere Prioritäten setzen

Kaum war mein Kopf frei vom Technikstress, hatte ich auch Zeit, über die Dinge nachzudenken, die wirklich wichtig sind. Endlich habe ich mit meinen Freundinnen wieder richtig gesprochen, anstatt ihnen zwischen Tür und Angel schnell mal eine WhatsApp durchzuschicken. Auch, wenn sich Fotos auf Instagram und Facebook bisweilen so anfühlen, als würde man am Leben anderer teilnehmen, so ist ein gutes Gespräch doch durch nichts zu ersetzen. Oh, und ich habe ausgeschlafen! Also, nicht ab 9 Uhr morgens mit dem Handy in der Hand noch weiter rumliegen. Sondern so richtig entspannen und die Welt da draußen Welt sein lassen.

Endlich weniger Panik

Das wohl beste am Medienverzicht: Endlich hatte ich nicht mehr die Möglichkeit, alle 30 Minuten die Nachrichten zu checken und mich über den Schrecken in der Welt zu informieren. Als Nachrichtenjunkie, wie ich einer bin, fühlt man sich dadurch zwar ein wenig vom der Gesellschaft abgeschnitten, dafür quälte ich mich beim Einschlafen nicht mehr mit Bildern von Donald Trump oder aus Syrien. Das hat mir ungemein geholfen, gelassener und auch ein wenig glücklicher zu werden.

Endlich wieder kreativ

Normaler Weise kann ich Stunden damit zubringen, bei Pinterest und Instagram tolle DIY-Ideen zu sammeln. Leider komme ich über dieses Sammeln so gut wie nie hinaus. Wie ich jetzt gemerkt habe, liegt das auch ein bisschen (viel) daran, dass ich zu lange surfe und zu wenig handarbeite. Das hat sich in der letzten Woche total geändert und ich habe es tatsächlich geschafft, zwei DIY-Projekte fertig zu machen. Ich kann es immer noch nicht glauben!